Das Charisma des Herrschers

In Kooperation mit dem Zentrum für die antiken Kulturen des Mittelmeerraums (Zakmira)

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23.-25.10.2013

In den vormodernen Herrschaftssystemen beruhte personalisierte Macht zu einem erheblichen Teil auf Vorstellungen von einer besonderen Ausstrahlung des Herrschers. Er erhielt dadurch eine numinose Aura; seine herausgehobene Position wurde durch eine Nähe zu göttlichen Wesen bezeichnet, die zugleich seine außergewöhnlichen Fähigkeiten garantierte. Für den politischen Erfolg, insbesondere für die Durchsetzung von Machtansprüchen war es entscheidend, dass diese Besonderheit überzeugend vermittelt wurde und dass sie die Zustimmung der Beherrschten fand.
Die Tagung wird, von der griechisch-römischen Antike ausgehend, untersuchen, in welchen  Formen solche Vorstellungen vom Charisma des Herrschers ihren Ausdruck fanden. Dabei soll zum einen für die Zeit des Hellenismus und der römischen Kaiserzeit ein möglichst breites Spektrum aufgezeigt werden. Einen zweiten Teil sollen entsprechende Phänomene aus anderen Epochen und außereuropäischen Kulturen einnehmen.

 

 

Programm



Mittwoch, 23. Oktober

Abendvortrag

18.00 Beat Näf (Zürich)

Das Charisma des Herrschers. Antike und Zeitgeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts



Donnerstag, 24. Oktober

09.15 Jürgen Hammerstaedt (Köln), Dietrich Boschung (Köln)

Einführung


MODELLE DER KÖNIGSIDEOLOGIE

9.30 Jennifer von Schwerin (Freiburg/Bonn)

Altamerika

10.15 Kaffeepause

10.45 Francis Breyer (Berlin)

Der Negus von Aksum zwischen paganem 'Stammesherrscher' und christlichen König

11.30 Johannes Harnischfeger (Frankfurt)

Sakrale Könige in Nigeria

12.15 Mittagspause

14.00 Franziska Ehmcke (Köln)

Japan: Das duale Herrschaftssystem im vormodernen Japan

14.45 Petr Charvat (Pilsen)

Oriental Despotism? The Birth of the Royal Office in Ancient Mesopotamia

15.15 Kaffeepause


GRIECHISCH-RÖMISCHE ANTIKE: VERGÖTTLICHTE HERRSCHER

16.00 Benjamin Garstad (Edmonton)

Deification in Euhemerus of Messene: Charisma or Contrivance?

16.45 Dietrich Boschung (Köln)

Die formale Divinisierung des römischen Kaisers



Freitag, 25. Oktober

SAKRALE INSZENIERUNG DES HERRSCHERS

9.30 Eckart Schütrumpf (Boulder)

Aristoteles’ Sicht des Königs als Gott unter Menschen

10.15 François Queyrel (Paris)

Synnaoi theoi. Die sakrale Inszenierung der Königsstatuen

11.00 Kaffeepause

11.30 Linda-Marie Günther (Bochum)

Charisma und herrscherliche Inszenierungen bei Antigonos I. und Demetrios I.

12.15 Mittagspause

14.00 Marianne Bergmann (Berlin)

Theomorphe Herrscherdarstellungen

14.45 Henning Börm (Konstanz)

Dynastie und Charisma: Monarchische Repräsentation im Sasanidenreich



Ort Internationales Kolleg Morphomata, Universität zu Köln, Weyertal 59 (Rückgebäude: dritter Stock), 50937 Köln

Konzept Dietrich Boschung, Jürgen Hammerstaedt


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