Formkonstanz und Bedeutungswandel

Archäologische Fallstudien und medienwissenschaftliche Reflexionen

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09.-10.02.2012

Antike Kopiertechniken ermöglichten es, das Formenrepertoire von Statuen und Gemälden aus dem ursprünglichen Zusammenhang herauszulösen. Auch wenn Figuren und Darstellungschemata aus einem bestimmten Anlass, für einen bestimmten Kontext und mit einer spezifischen Bedeutung geschaffen worden sind, konnten sie in einer sekundären Verwendung neu kontexualisiert und dadurch mit neuen Bedeutungen aufgeladen werden. Gerade Übertragungen dieser Art, bei denen die ursprünglich intendierten inhaltlichen Bezüge sich verschoben oder sogar vollständig verloren gingen, sicherten vielfach die nachhaltige Rezeption der Werke.

Die Tagung wird mit Fallbeispielen aus der Klassischen Archäologie das Spektrum der Möglichkeiten aufzeigen und diskutieren. Kommentare und Anmerkungen aus den Medienkulturwissenschaften werden die aufgezeigten Phänomene theoretisch reflektieren und damit einen intensiven Austausch zwischen den beiden Disziplinen ermöglichen.


Programm


Donnerstag, 09. Februar 2012

09.00 Dietrich Boschung, Ludwig Jäger (Köln)

Begrüßung


Passagen | Medienwechsel

09.15 Christiane Vorster (Bonn|Köln)

Inszenierung und Zitat – Die Befreiung der Andromeda in den Bildmedien der römischen Kaiserzeit

10.00 Jörn Lang (Leipzig)

Ein kynischer βίος und die Beständigkeit der Bilder – Rezeptionsformen des Diogenes im antiken Kunstschaffen

 

10.45  Kaffeepause

 

11.15 Annetta Alexandridis (Ithaca|New York)

Mimesis oder Metapher? Aphroditekörper im römischen Frauenporträt

12.00 Dieter Mersch (Potsdam)

Respondenz aus der Sicht der Medienkulturwissenschaft

 

12.45  Mittagspause


Neukontextualisierung von Figurentypen

14.30 Dietrich Boschung (Köln)

Augusteische Staatskunst und ihre private Verwendung

15.15 Marco Galli (Rom)

Gandharakunst: Medienwechsel und Bedeutungswechsel

 

16.00  Kaffeepause

 

16.30 Paolo Liverani (Rom)

Historisierung idealer Figuren

17.15 Ludwig Jäger (Aachen|Köln)

Respondenz aus der Sicht der Medienkulturwissenschaft


Freitag, 10. Februar 2012


Persistenz und Neuinterpretation von Figurenkonstellationen

09.00 Annemarie Catania (Marburg)

The Transformation of Imperial Triumphal Imagery on Dionysian Sarcophagi

09.45 Henner von Hesberg (Rom)

Hirtenbilder – Bukolik, Mythos, christliche Szenen

 

10.30  Kaffeepause

 

11.00 Beat Brenk (Rom)

Kleider machen Leute. Zur Bekleidung der christlichen Heroen

11.45 Stefan Rieger (Bochum)

Respondenz aus der Sicht der Medienkulturwissenschaft

 

12.30  Mittagspause


Neudeutung durch Kombination vorgegebener Figurentypen

14.00 Jens Daehner (Los Angeles)

„Faustinas Liebhaber“: Vom Mythenbild zur historischen Fiktion

14.45 Dagmar Grassinger (Köln)

Die Konstruktion der Mythenbilder

15.30 Birgit Mersmann (Bremen)

Respondenz aus der Sicht der Medienkulturwissenschaft

 

16.15  Kaffeepause

 

16.45 Schlussdiskussion

Leitung: Sonja Neef (Paris)

 

 

Konzept: Dietrich Boschung, Ludwig Jäger

Kontakt: Boris Burandt (borisburandt(at)t-online.de)


Veranstaltungsort: Internationales Kolleg Morphomata
Universität zu Köln
Weyertal 59 (Rückgebäude, dritter Stock)
50937 Köln

 


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