Die Wiederbelebung des Todes: Religionen und Krankheit, Alter, Sterben

Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Religionswissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Kolleg Morphomata, Universität zu Köln

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08.-09.11.2013

Schon seit geraumer Zeit wird der These einer gelungenen Verdrängung des Todes in der Moderne eine »neue Sichtbarkeit des Todes« und der Toten entgegen gehalten. Diese Debatte hat für die Religionswissenschaft unmittelbare Relevanz, wird doch den religiösen Traditionen eine besondere Bedeutung in der Bewältigung von Krankheit, Alter(n) und Tod – kurz: von Kontinenz – zugeschrieben.

Zu den Leitthemen der Tagung gehören:

Der Tod: verdrängt, wiederbelebt, oder nie unsichtbar gewesen?

Religiöse Sinndeutung als »Coping«: Wiederbelebung individueller Religiosität?

Suizid, Hirntod, Reanimation: Ort der Aushandlung religiöser und säkularer Perspektiven?

 

 

Programm



Eröffnung: Freitag, 08. November 2013

14.00-14.30 Virginia Richter (Vizedekanin der Phil.‐hist. Fakultät); Oliver Krüger (Präsident der SGR); Günter Blamberger (Morphomata Köln); Jens Schlieter (Institut für Religionswissenschaft)

Grussworte und Eröffnung

14.30-15.15 Hubert Knoblauch (Berlin)

Tod, Transmortalität und die populäre Religion

15.15-16.00 Kaffeepause


Ort Raum 220, Hauptgebäude der Universität Bern Hochschulstraße 4



Panel A

16.00-16.30 Günter Blamberger

Jenseitsreisen in der dt. Literatur von Kafka bis Lewitscharoff

16.30-17.00 Jens Schlieter

Die Wiederbelebung des Todes: Nahtoderfahrungen als religiöser Diskurs

17.00-17.30 Dietrich Boschung

Sichtbarkeit des Todes in der Antike


Ort Raum 106, Hauptgebäude der Universität Bern Hochschulstraße 4



Panel B

16.00-16.30 Karénina Kollmar‐Paulenz

Von der Kunst, durch Höllenfurcht auf den guten Weg zu führen

17.30-18.15 — Apéro —


Ort Raum 106, Hauptgebäude der Universität Bern Hochschulstraße 4



Abendvortrag

18.30 Axel Michaels

Den Tod in die Hand nehmen: Die aktive Bewältigung des Todes in Nepal (mit Vorführung eines Dokumentarfilms)


Ort Raum 220, Hauptgebäude der Universität Bern Hochschulstraße 4



Samstag, 09. November. 2013


Panel C

09.00-09.30 Anja Kirsch

Arbeiten gegen den Tod. Sozialistische Unsterblichkeitsdiskurse

09.30-10.00 Oliver Krüger

Posthuman und unsterblich: der Tod als technisches Problem

10.00-10.30 Maud Sieprath

Suizid aus Alters‐ und Krankheitsgründen in der spätantiken frühchristlichen Gesellschaft


Ort Raum A 022, Uni-S, Schanzeneckstr. 1



Panel D

09.00-09.30 Mark Kolakowski

Le savoir antiquaire comme consolation philosophique : « Sur les banquets funèbres » de Johann Wilhelm Stucki

09.30-10.00 Christian Grosse

Une ethnographie des rites de passage avant la lettre ? Cérémonies funéraires « de tous les peuples du monde » depuis la Renaissance

10.00-10.30 Stefan Nadile

Nahtoderfahrungen als autobiographische Lebenszäsur und existentiell‐spirituelle Wende


Ort Raum A 201, Uni-S, Schanzeneckstr. 1



Panel E

09.00-09.30 Laurent Amiotte‐Suchet, Annick Anchisi

Vivre, être soigné et mourir au couvent : émergence de logiques hybrids

09.30-10.00 Dorothea Lüddeckens, Barbara Zeugin, Miriam Mezger

Spiritualität am Lebensende. Religionswissenschaftliche Perspektiven zur Praxis der Spiritual Care

10.00-10.30 Carsten Ramsel

Umgang mit Krankheit, Alter und Sterben bei AtheistInnen

10.30-11.00 Kaffeepause


Ort Raum A 301, Uni-S, Schanzeneckstr. 1



Abschlussvortrag

11.00.11.45 Thomas Macho

Auferstehung und Reanimation: Zur religiösen und medizinischen Wahrnehmung des reversiblen Todes

11.45-12.15 Abschussdiskussion — Ende der Tagung

Spiritualität am Lebensende. Religionswissenschaftliche Perspektiven zur Praxis der Spiritual Care

10.00-10.30 Carsten Ramsel

Umgang mit Krankheit, Alter und Sterben bei AtheistInnen

10.30-11.00 Kaffeepause


Ort Raum A 003, Uni-S, Schanzeneckstr. 1


13.00 Für Mitglieder der SGR‐SSSR: Einladung zur Vollversammlung

Ort Raum A 003, Uni-S, Schanzeneckstr. 1



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