Politische Fragmentierung und kulturelle Kohärenz der Spätantike

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07.-09.11.2012

Die jahrhundertelange politische Einheit des Imperium Romanum hatte ihren Ausdruck in einer großen kulturellen Kohärenz gefunden, führte doch die Ausrichtung auf Rom zu Verein-heitlichungen im juristischen, administrativen, wirtschaftlichen und militärischen Bereich. Daraus resultierten allgemein gültige Normen, die sich wiederum in Gemeinsamkeiten der materiellen Kultur und der Sprache äußerten. Besonders augenfällig war die Homogenität der bildenden Kunst. Mit der Teilung des Imperiums und der Bildung germanischer Reiche auf römischem Boden zerfiel seit den Jahrzehnten um 400 n.Chr. zwar die politische Einheit, die Vorstellung eines einheitlichen Imperiums und einer gemeinsamen Kultur dauerte jedoch an.
Die Tagung will den Zeitraum des 5. bis 6. Jh.n.Chr. in den Blick nehmen und mit Fallbeispielen aus allen Bereichen der Altertumswissenschaften sowohl die politisch bedingten Ausdifferenzierungen als auch die persistenten kulturellen Gemeinsamkeiten jenes Zeitraums untersuchen.


Programm


Mittwoch, 7. November 2012

Abendvortrag

18.00 Mischa Meier (Tübingen)

Nachdenken über Herrschaft. Die Bedeutung des Jahres 476 n.Chr.


Donnerstag, 8. November 2012

9.00

Begrüßung


Staatliche und kirchliche Organisationsformen

09.30 Shane Bjornlie (Claremont, CA)

Regnum Nostrum Imitatio: Continuity, Adaptation and Departure in Ostrogothic Administration.

10.15 Peter Sarris (Cambridge)

The Formation of the Post-Roman Economy and the Cultural Legacy of Rome.

 

11.00 Kaffeepause

 

11.30 Hanns Christof Brennecke (Erlangen)

Die politischen Rolle der Konfessionen im Ostreich

12.15 Thomas Fischer (Köln)

Militär, Bewaffnung und Heeresstruktur am Ende der Antike

 

13.00 Mittagspause


Alltagskultur

14.30 Marcel Danner (Köln)

Hütten, Häuser und Paläste. Die Vielfältigkeit der Wohnformen in der Stadt des 5. und 6. Jahrhunderts

15.15 Deborah Deliyannis (Bloomington)

Church-Building in Rhetoric and Reality in the 5th-7th Centuries

 

16.00  Kaffeepause

 

16.30 Sabine Schrenk (Bonn)

Kontinuität und Umbruch am Beispiel der spätantik-frühmittelalterlichen Kleidung

17.15 Joan Pinar Gil (Barcelona)

Local Realities and Continental-wide Fashions. Some Paradoxes on 5th-6th Century Clothing Ornamenta in the West-Mediterranean Provinces (and beyond)


Freitag, 9. November 2012

Die Kulturen der Elite

09.30 François Baratte (Paris)

Occident et Orient dans l'orfèvrerie de l'Antiquité tardive (IVe-VIIe s.): styles, techniques et ateliers

10.15 R. R. R. Smith (Oxford)

The Last Statues of Aphrodisias

 

11.00  Kaffeepause

 

11.30 Ralph Mathisen (Urbana-Champaign)

How the Barbarians Saved Classical Civilization

12.15 Lieve Van Hoof (Göttingen)

Greek Rhetoric and the Later Roman Empire. The Bubble of the 'Third Sophistic'

 

13.00  Mittagspause


Herrscherrepräsentationen

14.30 Emmanuel Mayer (Chicago)

Ein neuer Reichsstil: Palastarchitektur in den Residenzstädten der Spätantike

15.15 Filippo Carla (Mainz)

Wirtschaftliche Fragmentierung? Die spätantike Goldwährung und das Ende des römischen ‚monetary system’ (5.-7. Jh. n.Chr.)

 

16.00  Kaffeepause

 

16.30 Christine Radtki (Köln)

Rex Theodericus Pius Princeps Invictus Semper – Herrscherpanegyrik und Herrschaftsrepräsentation in den germanischen Nachfolgereichen am Beispiel Theoderichs des Großen

17.15 Abschlussdiskussion

 

 

Konzept: Dietrich Boschung, Christine Radtki
Kontakt: Dietrich Boschung (dietrich.boschung[at]uni-koeln.de)

Ort: Internationales Kolleg Morphomata, Universität zu Köln, Weyertal 59 (Rückgebäude: dritter Stock), 50937 Köln

 

 

 

Internationales Kolleg Morphomata
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Besucheradresse:
Weyertal 59 (Rückgebäude)
50937 Köln

Telefon +49 (0)221 470-1292
Fax +49 (0)221 470-1296
ik-morphomata@uni-koeln.de
www.ik-morphomata.uni-koeln.de

 

 

 


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